Kontakt: 
Weingut Peter Stolleis
Kurpfalzstraße 99
67435 Gimmeldingen-Mußbach
Tel. 06321 / 660 71 
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Im Weinkeller

Hier reifen Spitzengewächse

 

In unserem Weingut

Am Ende eines Jahres verbringen wir viele Stunden bei uns im Weinkeller, Kellermeister Florian Thiel natürlich in erster Linie.
 
weinpanorama 01 Im Weinkeller der Familie Stolleis gären alljährlich edele Tropfen
 
Nach dem schonenden Pressen der Trauben ist nun die Zeit der Sedimentation. Hier klärt sich der Most auf natürliche Weise. Die Trübteilchen setzen sich am Fassboden ab, so dass wir den klaren Saft über Falldruck in den Keller fließen lassen können. Damit sparen wir uns den Einsatz von Filtern und erhalten die Struktur des Saftes. Nach ein paar Tagen dann setzt die Gärung ein, und die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol. In dieser Phase ist die Hefe hochsensibel: Florian Thiel wacht über den Gärvorgang und kontrolliert diesen penibel. Auch hier gilt die Devise, die wir uns zu eigen gemacht haben: So wenig wie möglich, so viel wie nötig eingreifen.

In dieser Zeit bekommen wir Florian Thiel übrigens kaum zu Gesicht, der Kellermeister schläft praktisch unter Tage!

Sensible Hefegärung

Unser Kühlsystem leistet beim Gärvorgang wertvolle Unterstützung. Wir können die Temperatur jedes einzelnen Tanks regulieren und damit eine temperaturkontrollierte Gärung erreichen. Zu Anfang achten wir darauf, stärker zu kühlen, um die charakteristische Frische der Stolleis-Weine zu erzielen. Ein paar Grad mehr bloß, und die Hefe würde sich in diesem zuckerhaltigen Umfeld explosionsartig vermehren: Bei zu viel Wärme ginge viel Aroma verloren. In diesen aufregenden Wochen dreht sich alles im Keller. Dann ist viel Ruhe angesagt.

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Ruhe bedeutet, Weine sorgsam entwickeln und sensibel reifen zu lassen. Unsere Weine sollen sich auf der Feinhefe beruhigen und behutsam zur Vollendung entwickeln. Wir geben ihnen alle Zeit, die sie brauchen, und greifen nur minimal in den Reifevorgang ein. Meiner Erfahrung nach ist dies die günstigste Art in der Reifezeit. Wir möchten die Weine so wenig wie möglich stressen.

jedem Jahrgang gerecht werden

Bei uns im Weinkeller haben wir Tanks in allen möglichen Formen und Größen, damit wir unsere Weine so kleinteilig wie möglich ausbauen können. Dieses Vorgehen hat sich in über die Jahre bewährt. Wie oft haben wir es erlebt, dass zwei Weinberge, die direkt nebeneinander liegen, in einem Jahr perfekt zusammen passen; und in einem anderen können dieselben eine völlig unterschiedliche Entwicklung gemacht haben. Wir würden unserem Wein nicht gerecht, wenn wir diese Besonderheiten Jahr für Jahr unbeachtet ließen.

Dies ist übrigens ein Grund dafür, dass je nach Jahr ein neuer Wein auf der Karte auftaucht oder es für einen anderen keinen Nachfolger gibt. Nicht jeder hat Verständnis dafür, dass gute Weine im Folgejahr nicht zur Verfügung stehen. Insbesondere die Gespräche mit dem Großhandel können hin und wieder etwas zäher sein. Allerdings finden wir immer ein offenes Ohr, wenn wir unsere Philosophie vortragen. Weinbau ist für uns ein Handwerk im Einklang mit der Natur, das keine standardisierten Industrieprodukte hervorbringt.

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Unsere Rotweine, insbesondere unser Spätburgunder und der St. Laurent, lagern wir im Holzkeller in Barriques. Jahr für Jahr wählen wir entweder amerikanische oder französische Eiche aus, in denen unsere Weine im Barrique zwischen 12 und teilweise bis zu 36 Monaten reifen. Während des Reifevorgangs verschaffen wir drei, Kellermeister Florian Thiel, Hans-Christoph und Peter Stolleis, uns regelmäßig einen Eindruck vom aktuellen Reifegrad der Weine und besprechen die weiteren Schritte.

Wenn wir alle zufrieden sind, ist die Zeit der Abfüllung gekommen. Bei unseren Weißweinen füllen wir ab Februar des auf die Ernte folgenden Jahres ab, bei unseren Roten nach 1,5 bis 3,5 Jahren.

Auf diese Art und Weise handhaben wir das bei Stolleis seit Generationen. Ehrlich gesagt sind wir sehr stolz auf diese traditionelle Weise. Gerade in dieser Zeit, in der sich die Welt gefühlt immer schneller dreht, vertrauen wir auf die über Generationen bewährten Methoden und Prinzipien und addieren behutsam neuen Möglichkeiten hinzu.

Auf Ihr Wohl!

 

 

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