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Weingut Peter Stolleis
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67435 Gimmeldingen-Mußbach
Tel. 06321 / 660 71 
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Neues vom Weingut

 

So war die Weinlese 2015!

 

Liebe Freunde, liebe Besucher,
bevor in Kürze die besinnliche Adventszeit beginnt, möchte ich Ihnen gerne an dieser Stelle meine persönlichen Eindrücke zur Weinlese 2015 schildern.

Der Sommer 2015 war im Allgemeinen schon recht trocken, doch in Gimmeldingen wurden wir selbst an regionalen Regentagen vom Wettergott vergessen. Nach bereits zwei Jahren mit teilweise deutlich unterdurchschnittlichen Erträgen lies dies Ähnliches für 2015 vermuten.

Nachdem im Keller bereits seit zwei Wochen die Vorbereitungen liefen stand Anfang September dann auch unsere Lesemannschaft. In immer kürzeren Abständen fuhr ich mit meinem Sohn Hans-Christoph zusammen mit Verwalter Markus Weidmann und Kellermeister Florian Thiel durch die Weinberge und wir begutachteten den Reife- und Gesundheitszustand der Trauben.DSC 6772

Zu viert besprachen wir auch mehrfach täglich den Leseplan – und nicht selten sieht der morgens noch ganz anders aus als mittags. Die Abhängigkeit von Natur und Wetter verlangt große Flexibilität – aber genau das ist ja eine der spannendsten Facetten am Winzerberuf: Kein Jahr ist wie das andere, es gibt keine Patentrezepte und jedes Jahr darf man von Neuem zeigen, was alles in den Reben steckt.

Die Entscheidung über den Leseplan macht dies aber mitnichten einfacher: Welcher Weinberg soll zuerst gelesen werden? Wo gab es im Sommer eventuell Trockenstress? Wie schnell wird bei diesem Wetter Säure ab- und Zucker aufgebaut? Wann Kommt nächste Woche wirklich Regen? Welche Sorten vertragen den Regen besser und können noch ein paar Tage weiter reifen?

Los ging es am 9. September mit Chardonnay und Spätburgunder aus Mußbacher Gemarkung– beide in die gleiche Kelter. Ein etwas ungewöhnliches Bild. Doch schon vor ein paar Wochen hatten wir diese beiden Weinbergspartien für den Grundwein unseres Elisabeth-Auguste-Sektes favorisiert.

Es folgten Grauburgunder, St. Laurent, Dornfelder, Portugieser, Auxerrois und die erste Partie Sauvignon blanc bevor dann ab dem 15. September auch der Riesling in den Ring stieg.

Das letzte Licht wird im Kelterhaus im Herbst häufig erst nach 22 Uhr gelöscht und morgens laufen oft schon um 6 Uhr die Vorbereitungen. Während der Lese geht es richtig rund!

Die für den Lesezeitpunkt besonders wichtige phänologische Reife war bei allen Sorten Ende September erreicht und so konnten wir nach drei ereignisreichen Wochen bereits am 2. Oktober mit unserer Lesemannschaft das Herbstende mit einem Grillabend im Garten feiern und uns für die tolle Arbeit bedanken. Viele halten uns schon lange die Treue und sind seit vielen Jahren dabei – dieses Know-How ist besonders wichtig, denn für herausragende Qualitäten ist die Erfahrung der Lesemannschaft bei der Selektion der Trauben unabdingbar.TS2 5070blog

Entgegen allen Befürchtungen ließ sich keine einzige Kirschessigfliege blicken – wohl eine positive Folge des trockenen Sommers.

Am Ende war 2015 trocken mit viel, viel Sonne, hohen Mostgewichten, durchschnittlichem Ertrag bei überraschend stabiler Säure und wir freuen uns schon, Ihnen die Ergebnisse bei unserer Jahrgangpräsentation am 16. & 17. Mai 2016 vorstellen zu dürfen!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit!

Herzliche Grüße aus der Pfalz,

Ihr Peter Stolleis

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